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Paulshöhe Schwerin

Die Paulshöhe im Schweriner Stadtteil Ostorf soll ab 2022 ein Wohngebiet werden. Bereits im Dezember 2010 beschloss die Stadtvertretung die Verlagerung des Fußballsports von der Paulshöhe in den künftigen Sportpark Lankow. Die betroffenen Vereine (auch SG Dynamo) stimmten dem Umzug in den Stadtteil Lankow vorher zu. Im Jahr 2018 wurde nach langer Diskussion der Beschluss zur Aufstellung des Bebauungsplans "Wohnpark Paulshöhe" gefasst. Für mehr Bürgerbeiteiligung wurde ein sogeganntes Dialogforum mit acht ausgelosten Teilnehmern durchgeführt, welches erste Anregungen geben und Vorschläge zur künftigen Bebauung der Paulshöhe erarbeiten sollte. Derzeit beraten die Kommunalpolitiker über die Empfehlungen des Dialogforums. Der Schweriner Hauptausschuss wird voraussichtlich im zweiten Quartal 2021 abschließend entscheiden, auf welcher Basis die Bebauung weiter geplant werden soll. (siehe Beschlussvorlage 00566/2020)

Ausschüsse beraten über Empfehlungen des Dialogforums - CDU fordert mehr Wohnbebauung

Stadtvertretung
22.02.2021

Die Empfehlungen des Dialogforums zur künftigen Bebauung der Paulshöhe werden weiter in den kommunalpolitischen Fachausschüssen und im Ortsteilbeirat beraten. Dabei wird insbesondere das vorgeschlagene Schulgelände kritisch hinterfragt.

 

Paulshöhe Schwerin - Empfehlung des Dialogforums

Das künftige Quartier Paulshöhe soll laut den Empfehlungen des Dialogforums als „Ort für Wohnen, Lernen und Bewegung“ zum „Herz des Schlossgartenviertels“ werden. Baulich soll sich das Quartier in die Umgebung einfügen und die Gebäude zwei, maximal drei Geschosse hoch sein. Als künftige Nutzungen empfiehlt das Dialogforum „einen offenen Schul-Campus", z.B. der Waldorfschule Schwerin, einzurichten. Mit deutlich geringerem Flächenanteil schlägt das Dialogforum auch sozial-inklusives Wohnen sowie einen Gemeinschafts-Treffpunkt vor. Der bisherige Fußballplatz soll zu einer zeitgemäßen multifunktional nutzbaren Grün- und Bewegungsfläche umgestaltet werden. Es wurde angeregt, die Paulshöhe als nachhaltiges Stadtquartier zu zertifizieren. Dafür sollen u.a. der alte Baumbestand erhalten, PKW-Stellflächen minimiert, alternative Mobilitätsangebote integriert und das Regenauffangbecken als Biotop-Teich gestaltet werden.

Im Bauausschuss am 18. Februar 2021 verlangte die CDU-Fraktion Alternativen zu den vorliegenden Empfehlungen. Der Anteil der Wohnbebauung im B-Plan-Gebiet "Wohnpark Paulshöhe" sei zu gering. Mit einer Anfrage vom 22. Februar an den Oberbürgermeister wollte die CDU-Fraktion wissen, wie das Grundstück ohne Schule aufgeteilt werden könnte und ob dem Schulteräger [gemeint ist vermutlich die Waldorfschule] ein alternatives Baugrundstück angeboten werden könne. 
Die SPD-Fraktion sprach sich bereits vor zwei Jahren für einen Verkauf des Grundstücks an die Waldorfschule aus, da diese nach ihrer Ansicht eine Bereicherung der städtischen Schullandschaft sei. Ob eine Schule auf der Paulshöhe sinnvoll, notwendig und im Interesse der Schweriner Bevölkerung wäre, sollte in den kommunalpolitischen Gremien und in der Stadtverwaltung gründlich untersucht werden. Laut Schulentwicklungsplanung der Stadt besteht kein Bedarf für eine weitere Schule im Stadtteil Ostorf. Es sollen nun Gespräche mit der Waldorfschule über einen neuen Standort in einem anderen Stadtteil geführt werden.

Auf die vom Dialogforum vorgeschlagene Fläche für einen Schulcampus mit 13.000 m² würden etwa vier bis fünf andere Schweriner Schulen passen. Falls tatsächlich eine Schule auf der Paulshöhe benötigt wird, müsste geklärt werden, ob auch eine kleine Fläche für eine Schule ausreichend wäre. Diese könnte im Stadtteil auch als städtische Schule zusätzlich zur bereits bestehenden Privatschule errichtet werden.

Die Beschlussvorlage des Oberbürgermeisters kommt nach den Beratungen der Fachausschüsse voraussichtlich im zweiten Quartal 2021 zurück in den Hauptauschuss. Dort wird dann darüber entschieden, auf welcher Grundlage im B-Plan-Verfahren weiter geplant werden soll.

Laut Begründung zum oben genannten Beschlussvorschlag ist folgende Agenda vorgesehen:

  1. Darstellung und Bewertung von Varianten für die Entwicklung und Erschließung des Quartiers (Eigenerschließung, Entwicklungspartnerschaften mit Erschließungsträgern oder treuhänderische Erschließungsmodelle)
  2. Durchführung von Interessensbekundungsverfahren für Bauträger mit gemeinschaftlichen Wohnmodellen einschließlich des „sozialen Mietwohnungsbaus“
  3. Dokumentation von Abstimmungsgesprächen mit der Waldorfschule über grundsätzliche Fragen zur Erschließung und zum Grunderwerb/Pacht
    (Anmerkung: Falls auf der Paulshöhe tatsächlich ein Schulgelände enstehen soll, wären aus Gleichbehandlungsgründen auch Gespräche mit anderen privaten Schulbetreibern zu führen.)

 

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Bebauungsplan 106 Wohnpark Paulshöhe Schwerin