Bebauung

Wie könnte eine Bebauung in dem B-Plan-Gebiet "Wohnpark Paulshöhe" aussehen?

Wohnpark Paulshöhe Schwerin
Dieses Bild darf mit Quellenangabe (www.paulshöhe-schwerin.de) frei veröffentlicht werden.

Dieser Vorschlag für das B-Plan-Gebiet "Wohnpark Paulshöhe" darf als Diskussionsgrundlage frei verwendet werden. Die Skizze stammt nicht aus der Schweriner Stadtverwaltung und ist nicht mit dem Baudezernat der Stadt, dem Fachdienst Stadtentwicklung oder mit Vertretern aus der Kommunalpolitik abgestimmt.


Fläche

Das B-Plan-Gebiet "Wohnpark Paulshöhe" ist inklusive Schleifmühlenweg und Parkweg 44.234 m² groß. Ohne die Erschließungsstraßen und Wege kann hiervon eine Fläche von etwa 35.500 m² beplant werden.

Erschließung

Die Haupterschließung könnte zum Beispiel über eine Verbindungsstraße zwischen dem Schleifmühlenweg und der Straße Am Tannenhof erfolgen. Eine weitere Erschließungsstraße wäre nördlich davon als virtuelle Verlängerung des Küchengartenwegs möglich. Falls die sogenannte "Ringerhalle" irgendwann nicht mehr benötigt würde, könnte an dieser Stelle eine Straßenverbindung zum Küchengartenweg hergestellt werden.

Art der Baulichen Nutzung

Das Bebauungsplangebiet "Wohnpark Paulshöhe" befindet sich im  Schweriner Denkmalbereich "Ostorfer Hals", welches allgemein auch als "Schlossgarenviertel" bezeichnet wird. Im Geltungsbereich dieser Denkmal-Verordnung sind der historische Stadtgrundgriss und und historische Erscheinungsbild geschützt. Diese werden als überwiegend freistehende offene Einzelhausbebauung mit Vorgärten und teilweise parkartigen, rückwärtigen Grünanlagen bzw. kleineren, untergeordneten Neben- oder Gartengebäuden in den Baufluchten der Straßenzüge beschrieben.

Der städtebauliche Charakter ist gekennzeichnet durch offene Einzelhaus- oder kleinere Etagenmietshausbebauung mit repräsentativem, villenartigen Charakter, deren Baukörper durch Erker, Risalite, Wandvorlagen, Gesimse sowie Fenster-, Portal- und Giebelbekrönungen bauplastisch gegliedert sind. Der Wechsel zwischen ziegelsichtigen und verputzen Fassaden belebt den individuellen Ausdruck der Straßenzüge, die durch den leicht gekrümmten Verlauf der Nebenstraßen eine zusätzliche Dynamisierung erfahren.

Maß der baulichen Nurtzung

Die Gebäude im Wohnpark Paulshöhe sollten mindestens zwei- und höchstens dreigeschossig sein, um sich in das historische Erscheinungsbild des "Schlossgartenviertels" einzufügen. Da das Gelände zum See hin abfällt, könnte in bestimmten Bereichen ausnahmsweise auch eine viergeschossige Wohnbebauung zugelassen werden um den Flächenverbrauch sparsam zu gestalten, ohne das dadurch ein Höhenunterschied zu den dreigeschossigen Gebäuden auffallen würde. Um die vorhandene Grundstücksfläche so effektiv wie möglich zu nutzen, sollten die nach § 17 Baunutzungsverordnung zulässigen Obergrenzen weitestgehend ausgeschöpft werden ohne dabei auf ausreichende Grün- und Bewegungsflächen zu verzichten.

Sozialer bzw. geförderter Wohnungsbau

In der oben dargestellten Variante könnten nördlich der Haupterschließungsstraße in der Weiterführung des Schleifmühlenwegs geförderte Mehrfamilienhäuser für sozialen Wohnungsbau entstehen. Diese Gebäude sollten im Eigentum der Stadt bzw. der städtischen Wohnungsgesellschaft WGS verbleiben, um eine soziale Durchmischung des Quartiers Paulshöhe dauerhaft zu sichern.

Wohnpark Paulshöhe Schwerin -  Flächenaufteilung

Fassadengestaltung

Die Gestaltung der Fassaden solte sich an der umliegenden Bebauung im Stadtteil orientieren und im gesamten Bebauungsplangebiet einheitlich und harmonisch umgesetzt werden. Im Denkmalbereich "Ostorfer Hals" dominieren zweigeschossige Wohngebäude mit Ziegel- bzw- Klinkerfassaden. Diese sollten aufgegriffen und architektonisch hochwertig interpretiert werden. Im Dialogforum hat die Stadtverwaltung hierzu bereits einige Beispiele aus anderen Städten vorgestellt.

Schleifmühlenweg Schwerin
vorhandene dreigeschossige Wohnbebauung im Schleifmühlenweg


dreigeschossiges Bebauungsbeispiel aus Neustadt-Holstein Quelle: https://www.asp-architekten.eu

Westbrook Villas
dreigeschossiges Bebauungsbeispiel aus England Quelle: https://www.calderpeel.com


dreigeschossiges Bebauungsbeispiel aus Emsdetten Quelle: https://www.competitionline.com

Dachformen

Laut Denkmalverordnung wird das Gebiet "durch die Dachformen Satteldach, Walmdächer in verschiedenen Ausprägungen, Mansarddächer verschiedener Ausformungen, kleine Gauben, die Dreiecksgiebel der Hausfassaden, Erker und Risalite geprägt". Es sollten daher im Bebauungsplan "Wohnpark Paulshöhe" ausschließlich Satteldächer oder Walmdächer mit Gauben erlaubt werden. Die in anderen Baugebieten häufig vertretenen Flachdächer sind auszuschließen, um den Charakter des Denkmalbereichs "Ostorfer Hals" zu bewahren.

 

Geringe Flächenversiegelung - Verbot von Schottergärten

 

Die Versiegelung der Grundflächen sollte so gering wie möglich ausfallen und auf ein unbedingt notwendiges Maß reduziert werden. Im Bebauungsplan "Wohnpark Paulshöhe" sollten sogenannte  Schottergärten zum Schutz von Natur und Umwelt verboten werden. Laut  Antwort des Umweltministeriums Baden-Württemberg auf eine Anfrage ist ein "Schottergarten eine großflächig mit Steinen bedeckte Gartenfläche, in welcher Steine das hauptsächliche Gestaltungsmittel sind. Pflanzen kommen nicht oder nur in geringer Zahl vor, wenn, dann oft durch strengen Formschnitt künstlich gestaltet. Als Steinmaterial kommen häufig gebrochene Steine mit scharfen Kanten und ohne Rundungen zum Einsatz (Schotter), es können aber auch Geröll, Kies oder Splitt verwendet werden. Die darunterliegende Humusschicht wird abgetragen, der verbleibende Grund wird entweder mit einem undurchlässigen Vlies oder einer wasserdurchlässigen Folie abgedeckt und die Fläche wird anstatt mit Blumen und Bäumen mit Kleinsteinen aufgefüllt. Hiervon abzugrenzen sind Stein- und Kiesgärten, bei denen die an den natürlichen Sonderstandort angepasste Vegetation im Vordergrund steht."

 

Nachhaltiges Bauen

Zeritifizierung als nachhaltiges Stadtquartier

weitere Informationen unter www.nachhaltigesbauen.de